Podium für junge Solisten - Freundeskreis für die Förderung junger Musiker e.V.

Klaviertrio Würzburg

KLAVIERTRIO WüRZBURG - KATHARINA CORDING, VIOLINE. PEER-CHR. PULC, CELLO. KARLA-MARIA CORDING, KLAVIER

Beethoven, Zilcher, Mendelssohn

Barocksaal Tegernsee

01.04.2006, 19.30 Uhr

Vorbericht

Das Klaviertrio Würzburg gilt mittlerweile in ganz Deutschland und vielen Ländern Europas als angesehenes und präsentes Nachwuchsensemble. 2001 in Würzburg von der Violinistin Katharina Cording, der Pianistin Karla-Maria Cording und dem Cellistan Peer-Christoph Pulc gegründet, debütierte es in der Würzburger Residenz und begann so seine Karriere durch die Konzertsäle. Das gemeinsame Studium absolvierten die drei Musiker in der Kammermusikklasse von Prof. Hatto Bayerle, dem Gründungsbratschisten des Wiener Alban Berg Quartetts an der Hochschule für Musik und Theater Hannover, und ergänzten dieses bei Prof. Sören Uhde an der Hochschule für Musik Würzburg. Prägend waren zudem die Begegnungen mit Menahem Pressler und Siegfried Palm. Das Repertoire des Trios umfaßt 40 Werke für Klaviertrio von Arenskij bis Zilcher und Haydn bis Schostakowitsch. Seine erste CD erschien 2005 mit Werken von Mozart, Mendelssohn und Brahms. Die Musikkritik bescheinigt dem Klaviertrio Würzburg „imponierende und temperamentvolle Virtuosität“ sowie „gelassene Selbstsicherheit“ und „außergerwöhnliche Harmonie“. In Tegernsee wird es folgende Werke spielen: von Ludwig van Beethoven das Trio G-Dur op.1 Nr 2 , von Hermann Zilcher das Trio e-moll op. 56 und von Felix Mendelssohn Bartholdy das Trio d-moll op.49. Karten im Haus des Gastes in Tegernsee, Tel. 08022/180141, bei Giller Reisen in Rottach-Egern, Tel. 08022/66190, bei Frau Brogsitter-Fink, Tel. 08022/76471, oder an der Abendkasse.

Nachbericht

Einen großartigen Konzerterfolg errang im Barocksaal des Tegernseer Schlosses das „Klaviertrio Würzburg“ in der Reihe „Podium für junge Solisten“ des „Freundeskreis für die Förderung junger Musiker“e.V. Karla-Maria Cording, Klavier, Katharina Cording, Violine und Peer-Christoph Pulc, Violoncello, berührten durch ihr feinziseliertes Spiel, ihr beachtliches Können und ihr wohldosiertes Temperament. Beethovens Klaviertrio G-Dur op.1 Nr. 2 fand in seinen mittleren Sätzen zu Ausdruckstiefe und gesanglicher Hingabe: hier, im Garten des Melos des Largo con espressione bewegte sich das Ensemble traumwandlerisch beheimatet, im Scherzo- Allegro beschwingt und zielsicher. Ein Erlebnis wurde die Interpretation des Klaviertrio e-moll op. 56 von Herrmann Zilcher. Die noch in den Ecksätzen Beethovens bestehende klangliche Zurückhaltung war weggewischt und mit Intensität und Hingabe ersetzt. Die drei Musiker spielten die spürbare Seelenzerrissenheit und ansteigende Spannung der Musik des ersten Satzes kongenial aus, die Wärme des E-Dur Variationssatzes ( über ein walisisches Volkslied ) voller Gefühl und volltöniger Zartheit, und ließen die hie und da aufkommenden Momente schauriger Düsternis eingebettet in der Glut ihres zelebrierenden Elans erklingen. In vollendeter Form bot das „Klaviertrio Würzburg“ Mendelssohns Trio d-moll op. 49 : Schwärmerisch, frei und energiegeladen gestaltete es die weitgespannten Linien des Molto allegro agitato, und breitete innig den Zauber der Rührung im Andante aus, den Charakter eines Lied ohne Worte treffend. Einen flirrenden, fieberhaften Wirbelwind liesen die drei Musiker im Scherzo aufleben, die Töne geisterhaft im Halbschatten glitzernd und funkelnd wie ein Kometenschweif erscheinen, und mit dem pianissimo des Finalebeginns verbindend. Dieses Allegro assai appassionato pulsierte in rhythmischer Steigerung, den romantischen Pathos auskostend und feurig vollendend. Zugaben verlangte das so musikberauschte Publikum mit gewaltigem Applaus: Mit einem Satz aus Dvoraks „Dumky“-Trio und das Allegretto aus Mozarts G-Dur Trio KV 564 beendeten dies begnadete Ensemble den Abend. Marcus Vitolo

Ulli und Uwe Kai Stiftung